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Gedichte

All

Praiokles

Kosmische Nebel, unendliche Weiten
in
Einem unendlichen Wirbel sich drehend.
Es dauert Äonen, ein ewiges Ballett,
unendlich
In seiner Schönheit,
Wirbel aus Feuer und Glut.

Beilzeit

Praiokles

Beilzeit, Wolfzeit, so künden die Sagen
Wird kommen nach Balders Tod.
Man wird hören laute Klagen,
Das Blut der Toten färbt alles rot.

Doch alles hat mal ein Ende,
Einmal ist es doch vorbei.
So bete, dass Walvater sende,
Das Leben und so die Menscheit weih'.

Das Gesicht der Liebe

Praiokles

Die Liebe zeigt ihr Gesicht
Nicht im Moment im Augenblick
Erst langsam kommt sie ans Licht,
Nur Fragmente, Stück für Stück.

Doch kann man sie erst sehen,
hat sie sich voll entfaltet,
Bleibt der Liebe Gang nie stehen,
Wie Lava, die nie erkaltet

So liebe, liebe, als könnte die Lava jeden Moment das Meer erreichen.

Definition of love

Praiokles

Dust and fog around my mind.
I've been lost in my own brain's grind.
Singing and dancing in a fairytale,
Listening to a nightingale.

Nothing else matters, but her smile,
Immortality just for a while.
Born in a gloomy winter night,
Shines my star, my silver light.

Darkness sorrow and pain I feel.
My heart a rock of rusty steel.
A stab wound in my burning soul,
Inside my mind a bleeding hole.

A shooting star of real true luck,
A betrayal only for a buck.
Forever true, oh, what a lie.
Oh, let me die, before I cry.

Sometimes it's pain and sometimes it's vain,
Sometimes it is hate, then seed of grain.
It makes you a fool, but also a knight.
It blinds you with darkness, but also with light.

Der Drachentöter

Praiokles

An eines Landes wilden Gestaden
War ein König von Gottes Gnaden.
Er suchte Helden von hohem Stand,
Zu befrein sein gepeinigtes Land
Von einem bösen Drachen
Und dem Feuer aus dessen Rachen.

Und so ritt so mancher Recke
Zu des Drachens Bergverstecke,
Doch nicht einer kehrte wieder
Verstummet waren nun die Lieder,
Die man hatte gesungen,
Da man wähnte den Drachen bezwungen.

Doch eines Tages kam ein Held,
Den nie zuvor gesehn die Welt.
Auf dem Berg fand er den Drachen,
Stieß das Schwert ihm in den Rachen.
Und so ward das Land befreit
Von des Drachen Übelkeit.

Und als der Recke kehrte wieder,
Erschallten wieder frohe Lieder.
Freudig über das Glücken des Streiches
Tanzte man auf den Straßen des Reiches.
Der Held bekam der Prinzessin Hand
Und sicher war seither das Land.

Die Eiche

Praiokles

Liebe Kinder ich steh hier
Seit über tausend Jahren nun,
Besucht von manchem seltsam Tier,
Beobacht ich nur euer Tun.

Liebe Kinder, ich sah Dinge,
An denen ihr euch nicht könnt laben
Und in jedem meiner Ringe
Ist ein Stück Geschicht' begraben.

Liebe Kinder, ich sah Ritter,
Die zogen ins heilige Land.
Ich hörte der Frauen Klagen, die bitter
Beweinten der Toten Spuren im Sand.

Liebe Kinder, ich hört' Eide,
Die Liebende sich gaben.
Ich sah glitzernde Geschmeide,
Mi denen Jünglinge um Maiden warben.

Lieber Kinder, mancher Sturm
Versuchte mich zu stürzen
Und so mancher schädlich Wurm
Mein Leben zu verkürzen.

Liebe Kinder, ich sah Leute,
Die vom Hasse sich ernährten.
Ihr einzig Bestreben war reiche Beute,
Nicht einmal Kindern sie Gnade gewährten.

Liebe Kinder in der Zeiten Wandel
Blieb ich stets an meinem Ort.
Ich sah so manchen falschen Handel,
So manchen Jüngling, der um sein Leben focht.

Liebe Kinder, merkt euch eins,
Von den Dingen, die ich hab gesehn,
Blieb am Ende doch nur eins,
Nämlich die Liebe, die blieb bestehn.

(wird fortgesetzt..)

Druidengebet

Praiokles

Orate druides!
Orate ad Kernunnem!
Orate ad regem arboris!
Orate ad naturam superiam!
Gratiam agete luce mundo!
Gratiam agete donatore vitae!
Gratiam agete deo arboris!
Orate et gratiam agete!
Orate quem Kernunnos vobis vitam donat.
Laudate dominum!
Laudate Kernunnem!
Laudate spiritum arboris!
In arborem pax legit
In aeternam.

Ein Engel

Praiokles

Wie Mondenschein, ein süßer Schimmer,
In deine Augen verloren, für mein Leben, für immer.
Leuchtendes Haar aus Seide gesponnen,
Dein Lächeln ein Strahlen von tausend Sonnen.

Zuallererst war's nur ein Raunen,
Eine Brise, ein Windzug, der Gezeiten Launen.
Doch in mich gekehrt hab ich's erkannt,
Ich bin von deinem Wesen gebannt.

Ich will es nicht, doch wie kann ich mich wehren,
Gegen Liebe kann man nicht aufbegehren.
Sie packt dich diese glückliche Welle,
Treibt dich über des Vernunftes Schwelle.

Alles wirkt so winzig und klein,
Es zeigt die Erkenntnis, das eigene Sein.
Widerstand ist wirkungslos,
Liebe, Naturgewalt, warum packst du mich bloß?!

Doch ich werde schweigen,
Dir meine Liebe niemals zeigen,
Auch wenn in ir dann alles zerbricht,
Ich muss schweigen, bis die Sonne erlischt.

Fairydance

Praiokles

Countdown to the real life,
Countdown into death.
Tears and cries I hear tonight,
My heart is cold like stone.
Tightened by the death fairy
I Await my end.
Ireland's mythology is real, do Believe!
God is dead, the mythos lives.

Chorus:
Betrayed by life, betrayed by love,
No longer will I stay.
I will see what is above,
To Avalon leads my way.

Now I can hear her lovely song,
It deals with pain and death.
Now I can see hear lovely face,
Amzing graceful she is.
"Come dance with me my lonely child!"
She sings and turns around.
First I was afraid, but now I will go
To see, what is behind.

Chorus:
Wait for me my lovely fairy!
I will dance with you tonight!
Pain and sorrow no longer I carry,
We will dance into the Light.

Fassaden

Praiokles

Fassaden vor mir, scharfer Draht,
Eine jede auf ihr Recht beharrt.
Tage im Dezember, trist und grau,
Tausend Augen, ein Rad des Pfau.

Hinter Masken und Mauern müssen wir leben,
Die Seele verbergen, nie unser Innerstes geben,
Geschweige denn...

Fate

Praiokles

A world without love and faith in my mind,
All positive meanings are lost in a grind.
All gods left the earth and went away,
To await a new world at Avalon's bay.

Oh, gods, please say what is my fate,
Oh, hear my prayers before it's too late.
Hearts cold like stone and hard like steel,
Oh, please show the way, how they are to heal.

I'm part of the earth, but I'm only a man,
So please good gods, show me what I can.
A prophecy many eons old
Is the Only thing my father has told.

A hero mighty and strong with his sword
Will come and unite this cold heartened world.
Love will spread again in our souls,
No longer they'll be bottomless holes.

Flüstern

Praiokles

Ich stehe alleine im Wald,
Ich horche und lausche dem Wind.
Es schneit, es friert, es wird kalt.
Noch weiß ich nicht, wo meine Sinne sind.

Ich stehe dort oder knie, bin wie gebannt.
Ich horche und lausche dem Wind.
Vor meinen Augen ein Wall, eine Mauer, eine weiße Wand,
Noch weiss ich nicht, wo meine Sinne sind.

Doch da, ein Flüstern, ein Wispern.
Ich horche und lausche dem Wind.
Die Bäume biegen sich, knacken und knistern.
Noch weiß ich nicht, wo meine Sinne sind.

Ich stehe hier und meine Augen werden klar.
Ich horche und lausche dem Wind.
Ich höre, ich schmecke, ich rieche es ist wahr.
Endlich weiß ich, wo meine Sinne sind.

Ein Luftzug enthüllt mir die Wahrheit.
Ich horche und lausche dem Wind.
Es erinnert mich an mich, an sie, an die Unendlichkeit.
Es zeigt mir die Liebe der Ewigkeit Kind.

Endlich erkenne ich den Zusammenhang.
Ich horche und lausche dem Wind.
Ich suchte ihn mein ganzes Leben lang.
Endlich sehe ich, dass Liebe alles ist, was wir Menschen sind.

Ich höre Geschichten von Leben und Tod.
Ich horche und lausche dem Wind.
Ich sehe Bilder des Leides, von Glück und Not,
Doch jetzt sehe ich die Liebe, die überall ihre Fäden spinnt.

Ich erkenne helle Lichtgestalten.
Sie erzählen mir von ihrem Sein, ihrem Leben.
Sie zeigen mir ihre glücklichen Welten.
Ich verstehe; Liebe heisst nicht nehmen, sondern geben.

Ich erwache fröhlich und beschwingt,
Die Sorgen und Nöte fliehn mit dem Wind.
Kein dunkler Gedanken, der mit hellen ringt.
Jetzt weiss ich, dass wir alle die Liebe sind.

Ich gehe nach hause, will in Trübsal versinken,
Sehe zurück, sehe Windgestalten winken.
Ich denk an die Zukunft, den Wind, will singen.
Doch wird mir ein Leben voll Liebe gelingen?

Fragen

Praiokles

Wieviel Leid kann man ertragen,
Wenn der Mensch es nicht will wagen,
Zu sagen, was sein Herz bewegt,
Zu sagen, was sich in ihm regt?

Wieviel Stunden kann man Schweigen,
Wenn der Mensch es nicht will zeigen,
zeigen was sein Herz bewegt,
Zeigen, was sich in ihm regt?

Wieviel Jahre kann man leben,
Wenn der Mensch es nicht will geben,
Geben, was sein Herz bewegt,
Geben, was sich in ihm regt?

Der Mensch er lebt nicht ewiglich
An Gottes großem Gabentisch,
Drum soll er geben, sagen, zeigen,
Was sein Herz bewegt, statt schweigen.

Geliebte

Praiokles

Geliebte Stimme, die mein Ohr erreicht,
Geliebte Stimme, die mein Herz erweicht,
Geliebte Stimme, enthüll mir dein Wissen,
Geliebte Stimme, dich will ich nicht missen.

Geliebtes Antlitz, Trost in der Nacht,
Geliebtes Antlitz, Besuch auf der Wacht,
Geliebtes Antlitz, enthüll mir dein Wissen,
Geliebtes Antlitz, dich will ich nicht missen.

Geliebte Augen, ihr funkelnd' Gestirn,
Geliebte Augen, die meine Sinne verwirrn,
Geliebte Augen, enthüllt euer Wissen,
Geliebte Augen, euch will ich nicht missen.

Geliebtes Herz, das mir wärmend scheint,
Geliebtes Herz, wann sind wir vereint?
Geliebtes Herz, enthüll mir dein Wissen,
Geliebtes Herz, dich will ich nicht missen.

Glück

Praiokles

Glück heisst nicht Haben,
Glück heisst nicht Gier.
Glück ist nicht ewig.
Glück bedeutet nicht Liebe,
Aber Liebe bedeutet glücklich sein.

Hoffnung

Praiokles

Hoffnung ist wie ein Dieb,
Der gar heimlich mich bestiehlt,
Der behält, was mir so lieb
Und nicht mal seine Tat verhehlt.

Inhaltslos?

Praiokles

Buchstaben auf weißem Papier,
Die sonst nur ohne Inhalt stehn,
Führen mich direkt zu dir,
Die Zeit bringt Rat, wir werden sehn.

Insanity

Praiokles

Hate, hate, hate, hate,
My brain becomes insane,
The fate of hate is the hate of fate
And revenge means the same.

JA!

Praiokles

Ich bejahe das Sein,
Ich bejahe das Leben,
Ich bejahe die Rache
Und alle Konsequenzen, die sich ergeben.

Liebe

Praiokles

Liebe ist ein komisch Ding,
Gar schwierig zu beschreiben.
Jede Plag' scheint zu gering,
Um Sorgen zu bereiten.

Minne

Praiokles

Ach Liebe, Liebe wollt' ich erleben
Fünf Sekunden voller Glück,
Dafür würd ich alles geben,
Wenn du willst auch nur ein Stück.
Nur einmal ihre Lippen spüren
Auf meinem wartenden Mund.
Ach, nur einmal ihr lockiges Haar berühren,
Mein Gott, wie sehn ich mich nach solcher Stund.
Mein Leben würd ich dafür geben,
Für der Liebe süß Entzücken,
Süßer als der Saft der Reben,
Ins Land der Liebe würd's mich entrücken.
Angst und Bangen wärn zu Ende,
Wenn sie mich nur lieben würd,
Ich weiß das wäre eine Wende,
Wenn sie in Lieb mich nur berührt.
Doch solange dies nicht ist,
Werd ich kämpfen Stund um Stund,
Sein ihrer Liebe alleinig Chronist,
Bis ich erkämpft ihren lieblich Mund.

Ratschläge

Praiokles

Mein Junge hör auf meinen Rat,
Vermeide jede leichte Tat,
Laß dich nie zum Werkzeug machen,
Hör nie auf in der Nacht zu wachen.

Antworte nie auf dumme Fragen,
Lausch weisen Worten, alten Sagen.
Acht immer auf Gesetz und Moral,
Nie sinnlos dich schlag, du hast immer die Wahl.

Mein Junge, achte immer die Frau,
Sie ist nicht nur schön, sondern auch schlau.
Und solltest du jemals die Minne singen,
Soll sie dir ewige Liebe bringen.

Sei immer edel, niemals gemein,
Ehre adelt, Hochmut macht klein.
Sei recht sparsam, doch nie geizig.
Sei niemals faul, sei immer fleißig.

Ich bin jetzt müde und werde ruhen,
Doch eines kann ich noch für dich tun,
Dir diese Weisheiten mitzugeben,
Als Begleiter für dein Leben.

Reigen

Praiokles

Lieben, leben, hassen, leiden,
Alles ist ein großer Reigen,
In den der Mensch sich eingesellt,
Auf dieser großen sterblich Welt.

Tanzen, laufen, rennen, gehen,
Der Gang des Reigens bleibt nie stehen,
Drum eile, dass du's nicht verpasst,
Wenn Du Deinen Einsatz hast.

Krächzen, jauchzen, jubeln, singen,
So wird uns der Takt gelingen,
Der des Reigens Tritt bestimmt
Und so die Disharmonie nimmt.

Irrsinn, wissen, fühlen, denken,
Das wird unsre Schritte lenken,
Damit wir ja nicht stürzen
Und unser Leben jäh verkürzen,
Denn tanzen heißt leben und fallen Tod.

Reisewege

Praiokles

Nah Asgard ging ich um zu erfahren,
Ob auf deiner Reise lauern Gefahren.
In die gold'ne Hall wurd ich gebracht,
Wo Odin über das Schicksal wacht.
Doch nicht nur Walvater war in der Halle,
Der hohen Götter waren es alle,
Die auf mich kleinen Sterblichen blickten,
Bevor sie sich zu sprechen anschickten.
Odin sprach mit Donnarklang,
Mein Herz es wurde angst und bang:
"Was bringt dich nach Asgard du sterblicher Wurm?
Fürchtest du nicht meines Zornes Sturm?"
"Oh, Göttervater, lass mich dir sagen,
Warum ich diesen Weg musst' wagen,"
Doch dann klang Thors Lachen durch die Hallen
Und auch Odin ließ das seine erschallen.
"Wurm, wir kennen dein Begehren
Und wollen Rat Dir nicht verwehren,
So höre nun, was ich der Weise
sagt zu dieser kleinen Reise.
Über die Zukunft darf ich nicht sprechen,
Das würde die Regeln der Asen brechen,
Doch meinen Segen will ich schenken!"
Dann versank Odin tief in Gedanken
Und ich wollte schon Walvater danken,
Doch ein Wispern war in meinem Kopf:
"Das ist nicht alles sterblicher Tropf."
In Richtung der Stimmen wandte sich mein Blick
Zu den Wächterinnen des Geschick,
"Gefahr liegt vor ihr, ob gut, ob schlecht,
Dies zu sagen fehlt uns das Recht."
Noch ehe ich danach konnte fragen
Hatte mich schon Donnars Wagen
An Midgards Ufern abgesetzt.
"Sterblicher sei nicht verletzt!"
Thors Stimme klang wie Donnerhall,
Der leis' verhallt im Regenschwall.
So ist mit dir nun Odins Segen,
Doch Gefahr liegt auch auf deinen Wegen.

Resignation

Praiokles

Die Welt, die wir kennen geht zugrunde,
An einer tiefen, eitrigen, entzündeten Wunde.
Kämpfe und Kriege wohin wir nur schauen.
Wer will da noch auf die Zukunft bauen?

Revenge

Praiokles

Soon the time will come
The time of revenge
I wil break his neck
And drive him in the eternal darkness.

Revenge is all what's in my mind,
This bittersweet word.
My soul becomes dark,
'cause I drunk the cup of sorrow.

I will drive him in the dark,
I will drive him into fear,
My name shall persecute him every day;
He shall not be happy on his life's way.
I will drive himt in the dark,
I will drive him into fear,
My name shall persecute him every day.

And when he breaks down,
My quest is over.
My hunger of revenge is not satisfied, yet.
But soon it will come,
MY time of revenge.
The angel of doom will arrive
To take his destroyed soul
In the devil's burning lair.

Scharade

Praiokles

Mein Leben ist eine Maskerade,
Mit mir als Autor dieser Scharade.
Ich kann meinen Geistern nicht entfliehen,
Mich ihrem Zugriff nicht entziehen.

Gefangen in meinem Alptraum,
Zum Atmen, zum Leben kein Raum.
Wie kann ich dem Ganzen entkommen?
Wann habe ich den Kampf gewonnen?

Search

Praiokles

Every day we collidie with walls
On our search for benediction.
We can hear the peoples' calls,
That this search is only fiction.

But I believe this is the way
To find the light inside my mind
And nearer, nearer gets the day,
A resurrection I will find.

I am a new man today.

Selbstgericht

Praiokles

Der Gedanke verblasst im Zwielicht,
Keine Erinnerung an das, was war.
Niemand außer die selbst ist das Gericht,
Der eigene Henker im schwarzen Talar.

Spiegel der Erinnerung

Praiokles

Ich sehe in den Spiegel und Grauen erfasst mich,
Der Atem geht flach, der Verstand läßt mich im Stich.
Ich sehe Abgründe des Lebens, Fragmente von Schmerz,
Das, was ich sehe ist wie ein Stich ins Herz.
Ich sehe Vergangenes, das was ist und sein wird,
Ich sehe Trauer, Schmerz und mein Innerstes stirbt.
Ich sehe Dunkelheit und höre Schreie,
Zeugen, die mich verfolgen durch Raum und Zeit.
Ich sehe wie sich die Büchse öffnet und Pandora lacht.
Ich sehe, wie die Hoffnung und das Glück wieder in der Büchse verschwinden.
Ich schließe die Augen, um die Gestalten zu bannen,
Doch sie blenden mich, gehen nicht von dannen.
Ich sehe den Weg, der mich aus dieser Sinnlosigkeit führt,
Doch mich packt die Angst und Feigheit übermannt mich.
Ich bin nicht bereit den Weg zu gehen, der mein Verlangen schürt.
Ich bin nicht bereit die Konsequenz zu ziehen, die mir niemals von der Seite wich.
Ich sehe keien Ausweg außer dem, der mich ins ewige Vergessen schickt.
Der Tod, das Leben, das Vergessen, die Uhr der Entscheidung tickt und tickt.
Der erbarmungslose Takt, der mich begleitet seit langer Zeit.
Er einnert mich an meine Unzulänglichkeit und fragt: "Wann ist es soweit?
Wann bist du bereit zu entscheiden? Leben oder Tod, du hast die Wahl."
Jeder weitere Tag der Erinnerung ist doch nur Qual.
Ich öffne die Augen, sehe wieder in den Spiegel,
Ich sehe mein Gesicht, gekennzeichnet von der Qual des Lebens.
Ich sehe das Messer am Beckenrand, den meine feuchten Hände umklammern.
Dann sehe ich klar, sehe mein Blut, fühle Ruhe und bin entspannt.
Ich gleite in die Dunkelheit, ins Vergessen, in die ewige Ruhe.
Ich sehe ein letztes Mal in den Spiegel der Erinnerung bevor sich meine Augen schließen.
Ich sehe Glück, Hoffnung und das Vertrauen, daß im nächsten Leben alles besser wird.
Dann umklammert mich Schwärze und ich empfange den Tod mit offenen Armen.
Dem Spiegel der Erinnerung für immer entflohen.

Sternenzelt

Praiokles

Manchmal betrachte ich von Ferne
In der Nacht den Mond, die Sterne.
Dann fühle ich mich winzig, klein,
Doch ich weiss, ich bin nicht allein.
Denn irgendwo liegt genau wie ich
Jemand unter dem Sternenlicht,
Eine Liebe, die ich irgendwann finde,
Wenn ich die Angst in mir überwinde.

Troubadour Minne

Praiokles

Im Wald liegt der Frieden,
Man muss ihn nur suchen.
Am Ort wo wir schieden,
Inmitten von Buchen.

Ich ritt ins Land um zu verkünden,
Daß deiner Schönheit keine gleicht.
Bis in der Hölle tiefsten Schlünden
Die Kunde deiner Anmut reicht.

So bitt' ich dich mich zu erhören,
Den Troubadour, der dich besingt.
Willst du mit mir die Eide schwören,
Von denen Gott Cupido singt?

Ich frage dich schwörst du mir Treue,
Wie ich es dir vor Jahr und Tag?
Komm sag es mir, zeig keine Scheue,
Auch wenn ein "Nein" mich treffen mag.

Ungewissheit

Praiokles

Was für Wege muss ich gehen?
Sag', wie oft muss ich bestehen?
Ist nach dem Tod ein and'res Leben?
Soll ich denn noch nach Höh'rem streben?

Ist das Liebe in meinem Herz?
Oder doch maskierter Schmerz?
Gehn die Zweifel je vorbei,
Dass dort nur noch Klarheit sei?

Wer wird mich im Winter wärmen?
Welches Untier wütet in meinen Gedärmen
Und versucht mich zu zerreißen?
Ich vergehe in der Sonne Gleißen.

Was ist der ewige Sinn des Seins?
Ist es nur das Wahren des Scheins?
Ist es Erfahrung von Existenz?
Oder Zeichen von Pestilenz?

Will mein Körper auch nur sterben?
Will mein Geist um Liebe werben?
Will ich alles hinterfragen?
Das Abenteuer der Liebe wagen?

Die Zukunft ist so ungewiß,
In meiner Realität ein tiefer Riss.
Gibt es nur Dunkel oder auch Licht?
Was soll werden, ich weiß es nicht.

Wichtig

Praiokles

Ein Gesicht, ein Name sagen nichts.
Aussehen und Figur sind nichtig.
Das Menschliche ist wie ein Schleier des Lichts,
Nur das Innere eines Menschen ist wichtig.
Oder?

Zweifel

Praiokles

Ich hasse die Zweifel, die mich packen,
Wo doch alles schien so klar.
Von den Entscheidungen von gestern
Ist keine mir mehr klar.